26. Winter-Saale-Fahrt

Jena – Camburg (27km) / Camburg - Bad Kösen (19km) / Übernachtung Bad Sulza

Am 22.2.2013-24.02.2013 starteten 3 Falken(Alex, Doris, Klaus) zur abenteuerlichen Winter-Saale Fahrt, die jährlich vom Landes Kanu- Verband als anerkannte Gemeinschaftsfahrt vom Sportclub Berlin-Grünau e.V., Fahrtenleiter Jan Fröhlich, ausgerichtet wird.

Abfahrt 14:00 Bootshaus mit dem kleinen Hänger von Alex!

Nach ca. 5 Stunden Fahrt erreichten wir gegen 19:00 die Jugendherberge August Bebel in Bad Sulza.

Die 50 Euro Meldegebühr umfasste die Übernachtung incl.  Verpflegung von Freitagabend bis zum Frühstück am Sonntag.

Nach dem Abendessen im eingeschneiten Bad Sulza wurden wir von einem sehr interessanten Diavortrag eines Faltbootfahrers in die warme sonnige Wasserwelt Thailands entführt.

Am nächsten Morgen starteten wir mit 15 cm Neuschnee beim Kanuverein SV Schott Jena, nachdem einige die Autos nach Camburg,  unserem Etappenziel, gependelt hatten. Traumhafte tiefverschneite Flussabschnitte entschädigten uns für einige unbequeme Ein- und Ausstiege an schlechten vereisten Stegen, da einige Wehre ein Umtragen erforderlich machten. Mittagessen und Gelegenheit zum Aufwärmen gab es in der Gaststätte in Golmsdorf,  wo für uns ein leckeres Gemeinschaftsessen organisiert war. Die Streckendistanz von ca. 27 km war bei guter Strömung der Saale auch bei den kalten Temperaturen gut und locker zu bewältigen.

Es schneite weiter den ganzen Tag und Alex hatte redlich Mühe, das Auto wieder fit zu machen und uns in Camburg abzuholen. Bei beginnender Dunkelheit und ungeräumten Straßen folgte dann noch das Malheur am Berg, der mit Hänger nicht mehr zu befahren war. Aber mit gemeinschaftlichen Kräften kamen wir dann doch wieder in der Jugendherberge beim Winterfeuer an und konnten uns bei Bratwurst und Glühwein die Kälte und Ermüdung aus den Gliedern schmelzen lassen.

Die typische Bierverkostung, die auf dieser Fahrt üblich ist (jeder Fahrtenteilnehmer muss 2 regionale Biere mitbringen) fand Gott sei Dank in der Jugendherberge statt, und wir haben sie einfach ausgeblendet und uns bei Wein und Geschichten am Feuer vergnügt.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit den Autos nach Bad Kösen und mit dem Zug wieder zurück, um dann vom Wehr in Camburg, wo unsere Boote deponiert waren, den Tourenabschnitt  von 19 km nach Bad Kösen zu fahren. Wieder erwartete uns ein traumhaft verschneiter Fluss mit vielen schönen Momenten und lockerer Stimmung unter den Kanuten, die aus den verschiedensten Richtungen kamen, und unter Kanadiern, Schlauchbooten, Faltbooten und unterschiedlichsten Paddelbooten waren auch einige Seekayaks zu finden.

Am frühen Nachmittag traten wir dann die Heimreise an, um abends unsere Boote mit einigen Schrammen mehr im Bootshaus zu verstauen.

Es war eine tolle Erlebnisfahrt, doch ein weiteres Mal würde ich diese Tour nicht mit einem Laminatboot fahren, denn die schlechten Ausstiegsbedingungen in Kombination mit den stark vereisten Ufern der Saale haben mehrere Macken an unseren Booten hinterlassen. Hier sind PE-Boote eindeutig im Vorteil.